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Tabaksucht

Tabaksucht

Unter Nikotinabhängigkeit versteht man die die Abhängigkeit von dem Stoff Nikotin, die sich durch den Konsum von Tabakwaren einstellt (Tabakrauchen, vor allem Zigaretten, auch bei Zigarillos oder Zigarren, Tabakspfeifen und Schnupf- und Kautabak sowie beim Rauchen von mit Tabak vermischtem Cannabis möglich). Es können sowohl physische (körperliche) wie auch psychische (geistige/seelische) Symptome auftreten.

Abhängig von der Droge Tabak
Tabakabhängigkeit bzw. Rauchen ist die Suchtform, bei der der Mensch nicht mehr in der Lage ist, auf das tägliche Zigaretten-, Zigarrenoder Pfeiferauchen zu verzichten – auch wenn er es gerne möchte. Zu Beginn meinen viele Raucher noch, jederzeit mit dem Rauchen aufhören zu können. Doch sie verschieben diese Entscheidung immer wieder auf einen späteren Zeitpunkt. Wenn sie sich eingestehen, dass sie nicht mehr auf die Zigarette verzichten können, sind sie schon körperlich und seelisch abhängig: körperlich abhängig von der Wirkung des Tabaks und seelisch abhängig von der Möglichkeit, sich in schwierigen Situationen „an der Zigarette festhalten zu können“. Die Gesundheitsschäden, hervorgerufen durch die legale Droge Tabak, sind erheblich. Deswegen bieten Krankenkassen, Volkshochschulen und andere im Gesundheitswesen tätige Organisationen Nichtraucherkurse an. Viele Raucher konnten mit Hilfe dieser Kurse ihrem Sucht überwinden.


Zahlen und Fakten
In Deutschland rauchen über ein Drittel aller Menschen über 15 Jahren (circa 18 Millionen Menschen). Bei den Männern liegt der Anteil bei rund 30 Prozent, bei den Frauen bei rund 20 Prozent. 80 Prozent der Raucher gelten als tabakabhängig. Das sind in Deutschland 8,5Millionen Männer und 5,5 Millionen Frauen. Etwa die Hälfte der Raucher möchte sich das Rauchen abgewöhnen. Jedoch ist seit 1993 ein Anstieg des Zigarettenkonsums von 7 Prozent zu verzeichnen. Bei circa 110 000 Todesfällen pro Jahr, davon allein 43 000 Krebserkrankungen, wird Rauchen als Hauptursache angenommen. Zum Vergleich: Die Zahl der Verkehrstoten liegt unter 9 000 im Jahr.

Zusatzstoffe als Abhängigkeitsverstärker

Zahlreiche Substanzen, die das Abhängigkeitspotenzial des Nikotins erhöhen, können dem Tabak beigemischt werden. Nahezu in jeder Zigarette ist Menthol enthalten, es ist auch dann noch wirksam, wenn der Gehalt unter der geschmacklich wahrnehmbaren Grenze liegt. Menthol macht den Rauch milder und erhöht die Atemfrequenz. Der milde Rauch kann tiefer inhaliert werden, die Nikotinaufnahme wird vereinfacht.

Alkalische Zusätze erhöhen die Aufnahme des Nikotins in der Lunge, so dass auch aus Lightzigaretten große Nikotinmengen in den Körper gelangen können.

Aus der Ärztewoche: Durch Zusatzstoffe wie Ammoniak, Harnstoff oder Soda kann der pH-Wert des Rauchs basischer gemacht werden, was das Nikotin aus seinen Salzen löst und die Bioverfügbarkeit dramatisch erhöht. „Freies Nikotin wird in der Mundhöhle und in den Atemwegen schneller resorbiert als das in Partikeln gebundene Nikotinsalz“, so Pötschke–Langer, „was zu dem erwünschten raschen Anfluten, dem Nikotinflash führt. Zwischen dem pH-Wert des Rauchs und dem Verkaufserfolg einer Zigarettenmarke bestehen eindeutige Zusammenhänge. Je schneller das Nikotin anflutet, desto besser verkauft sich das Produkt.“

Ursachen und Entstehung von Tabakabhängigkeit
Meist entscheidet sich schon im Alter von 14 bis 16 Jahren, ob jemand Raucher wird oder nicht. Freunde, Verwandte und Bekannte bieten den Jugendlichen häufig Zigaretten an, die ersten Freunde in der Clique rauchen. Und so fällt manchem Jugendlichen der Übergang zur ersten Zigarette nicht schwer. Auch wenn das erste Rauchen Husten und Übelkeit verursacht, der Wunsch, durch das Rauchen erwachsen zu wirken, ist oft stärker. Immer häufiger dient dann das Rauchen als Beweis für Selbständigkeit und Freiheit. Mit zunehmendem Tabakkonsum steigt die Abhängigkeit und das
zwanghafte Bedürfnis, immer wieder zu rauchen. Der Weg aus der Sucht wird immer schwieriger.


Warum Raucher rauchen
Stärker als die körperliche Abhängigkeit von der Droge Tabak ist die seelische Abhängigkeit vom Rauchen. Raucher finden viele Gründe, zur Zigarette zu greifen. Raucher rauchen zum Beispiel, um
* Unsicherheiten zu überbrücken
* sich zu belohnen
* zu entspannen
* Stress und Angst auszugleichen
* die nervösen Hände zu beschäftigen
oder weil sie
* immer nach dem Essen
* immer beim Kaffeetrinken
* immer vor dem Fernseher
* immer am Schreibtisch aus Gewohnheit rauchen.

Abhängigkeitspotenzial

Laut einer Veröffentlichung der Weltgesundheitsorganisation sind Tabakprodukte die einzigen frei verfügbaren Konsumgüter, die bei einem Großteil ihrer Konsumenten eine Abhängigkeit, Krankheit oder Tod erzeugen.

Nikotin ist verantwortlich für die Abhängigkeit von Tabakerzeugnissen. Nikotin hat ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial und kann sehr schnell zu einem abhängigen Verhalten führen. Nach Meinung von Experten des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit BAG, sowie anderer, beispielsweise der US-Gesundheitsbehörde FDA, „ist das Abhängigkeitspotenzial von Nikotin vergleichbar mit dem vom Heroin“. Es reichen wenige Zigaretten oder wenige Tage mit kleinem Zigarettenkonsum bis zum Eintritt der körperlichen Abhängigkeit. Neue Untersuchungen zeigen, dass häufig schon der Genuß einer einzigen Zigarette genügt, um typische Abhängigkeitssymptome, wie innere Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, hervorzurufen und einen Verlust der persönlichen Selbstbestimmung (Autonomie) herbeizuführen.

Die körperliche Abhängigkeit äußert sich je nach dem Grad der Gewöhnung in Unruhe, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen und Schweißausbrüchen. Die Symptome verschwinden jedoch in 5-30 Tagen. Weitere Entzugserscheinungen entstehen dadurch, dass die ständige Stimulierung des Belohnungssystems (Nucleus accumbens) durch das Nikotin ausbleibt. Sie können sich durch Gereiztheit, Ungeduld, Aggressivität, schlechte Laune bis hin zu Depression und Konzentrationsstörungen äußern. Dieser Zustand kann Monate andauern und ist einer der Hauptgründe dafür, dass Ex-Raucher wieder rückfällig werden.

Die psychische Abhängigkeit durch eingeprägte Verhaltensmuster, die sich im Laufe einer „Raucherkarriere“ entwickeln, kann nach dem körperlichen Entzug auch nach Jahren noch vorhanden sein.

Vom Raucher zum Nichtraucher
Tabak verursacht rasch eine körperliche und seelische Abhängigkeit. Die körperliche Entwöhnung von der Droge Tabak dauert jedoch nur wenige Tage und verursacht nur leichte Entzugserscheinungen. Weitaus stärker ist meist die seelische Abhängigkeit vom Rauchen. Viele Süchtige schaffen es erst, unabhängig zu werden, wenn sich die ersten Gesundheitsschäden bemerkbar machen. Häufig endet der Versuch, die Abhängigkeit zu bewältigen, in entmutigenden Rückfällen. Doch auch jeder Fehlversuch ist ein Schritt in die Unabhängigkeit, weil der Raucher durch sein Scheitern viel über sich und seine Rauchgewohnheiten lernt. Es gibt verschiedene Methoden, mit dem Rauchen aufzuhören. Manche verringern die tägliche Menge der Zigaretten langsam, andere hören sofort auf. Hilfen für ein tabakfreies Leben bieten zum Beispiel alle Krankenkassen in Broschürenund Kursangeboten.

Vorbeugung
Suchtvorbeugung muss in der Kindheit beginnen. Hier entwickelt sich das Selbstwertgefühl. Schon das Kind kann lernen, mit Problemen angemessen umzugehen und sein Leben aktiv zu gestalten. So gestärkt kann es später einer Suchtgefahr besser standhalten. Suchtvorbeugung heißt: Selbständigkeit, Selbstachtung, Selbstfindung und Lebensfreude bei Kindern fördern, Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten stärken. Der Aufbau der IchStärke ist zentrales Ziel suchtvorbeugender Arbeit in NRW. Damit Kinder und Jugendliche gerade in schwierigen Lebenssituationen eigenständig entscheiden können, „Nein“ zu sagen und Verantwortung (für sich und ihr Handeln) zu übernehmen. Beim Umgang mit Tabak ist das elterliche Vorbild allerdings auch wichtig. Eltern sollten ihr eigenes Verhalten kritisch kontrollieren. Eltern sollten möglichst nicht in Gegenwart ihrer Kinder rauchen, denn schon kleine Kinder ahmen das Rauchverhalten der Erwachsenen nach. Besser wäre der generelle Verzicht auf das Rauchen. Reden Sie offen mit Ihrem Kind über Sucht und Suchtgefahren. Kinder sollten wissen, wie Tabak wirkt und wie schädlich er sein kann.



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