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Speed

Speed

Der gefährliche Wachmacher

Speed ist der Szeneausdruck für Amphetamin. Amphetamin wird als Mittel gegen Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und als Appetitzügler eingesetzt. Es ähnelt chemisch dem körpereigenen Hormon Adrenalin. Speed ist illegal, es wird als „dreckige“ und unterschätzte Droge bezeichnet. Aufgrund seiner physischen und psychischen Wirkungen gilt es als stark suchtfördernd. Bei der Zahl der Toten durch Speed gibt es eine große Dunkelziffer. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Ursache des Todes als Folge der Einnahme chemischer Drogen bei einem Herzstillstand oder bei einem Autounfall häufig nicht erkannt wird. Übermäßiger Speedkonsum soll für den Tod von Elvis Presley mitverantwortlich sein.

Überblick

Die Erstsynthese des Amphetamins gelang 1887 dem rumänischen Chemiker Lazăr Edeleanu an der Berliner Universität.[5] 1927 prägte der US-amerikanische Chemiker Gordon Alles den Namen Amphetamin, sich ableitend aus der heute veralteten chemischen Bezeichnung alpha-Methylphenethylamin. Es zählt zu den Weckaminen (Amine mit „aufweckender“ Wirkung).

Ursprünglich als Bronchospasmolytikum und zur Gewichtskontrolle verwendet, wird es heute aufgrund des Suchtpotenziales sowie anderer Nebenwirkungen medizinisch nur noch zur Behandlung der Narkolepsie und der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADS/ADHS) eingesetzt, aber vor allem in den USA steigt die Zahl der Verschreibungen von Amphetamin in Form des Fertigpräparats Adderall® seit Jahren stetig an. In Deutschland, sowie den meisten anderen Ländern werden bei diesen Indikationen allerdings andere, wirkungsähnliche Medikamente bevorzugt: bei ADS das Methylphenidat, bei der Narkolepsie Modafinil. Als Appetitzügler war das Amphetaminderivat Fenfluramin seit den 1960er-Jahren in Gebrauch, es wurde 1997 aufgrund von Nebenwirkungen, die in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein können, vom Markt genommen. Amphetamin wird auch als Dopingmittel gebraucht.

Als Rauschmittel ist Amphetamin aufgrund seiner Wirkungen wie Unterdrückung von Müdigkeit oder der Steigerung des Selbstbewusstseins vor allem in der Partyszene verbreitet. Die Menge an beschlagnahmtem Amphetamin in der Europäischen Union nimmt seit 1985 mehr oder weniger stetig zu, während ab 1999 eine gewisse Stagnation erreicht wurde, stieg die Zahl in den skandinavischen Ländern weiter an.

Pulver mit großem Risiko
Speed wird als weißes Pulver, als Pille oder Kapsel auf dem illegalen Markt angeboten. Es wird
* geschnupft oder
* geschluckt seltener
* geraucht
* inhaliert
* gespritzt.
Äußerlich wie Kokain, wird Speed häufig in Konsistenz und Wirkung damit verglichen. Kokain allerdings ist erheblich teurer. Gerade weil Speed illegal in dubiosen Labors hergestellt und über Zwischenhändler vertrieben wird, sind Zusammensetzung und Stärke in den meisten Fällen nicht bekannt. Verunreinigungen, Beimischungen und unbekannte Dosierungen sind die Regel. Dealer mischen dem Pulver häufig Streckmittel bei, die Vergiftungserscheinungen verursachen können. Von Speed geht deshalb ein hohes Risiko aus. Die gefährlichsten Amphetamin-Mischungen sind Crack, Crystal oder Ice. Bei reinem Amphetamin wiederum besteht die große Gefahr der Überdosierung. Dieses Risiko ist vom Konsumenten nicht
einzuschätzen.
Langanhaltende Wirkung
Amphetamin ähnelt chemisch dem Adrenalin, das den Körper bei Gefahr auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Der Konsument von Speed erlebt gesteigerte Wachheit und ein Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit und Unbeschwertheit. Dem erlebten Gefühl der größeren Leistungsfähigkeit entspricht tatsächlich keine größere
Leistung. Speed vermindert die Fähigkeit zur Selbstkritik. Unrast, Selbstüberschätzung und Waghalsigkeit sind die Folge. Die Droge macht aggressiv, häufig kommt es zu unkontrollierter Gewalt. Speed unterdrückt – wie auch Kokain und Ecstasy – das Hunger- und Durstgefühl. Beim Tanzen in der Disko verliert der Körper eine Menge Flüssigkeit – bis
zu zwei Liter pro Stunde. Durch die Unterdrückung des Hunger- und Durstgefühls als Folge des Speedkonsums wird das Absinken des Flüssigkeitsspiegels nicht bemerkt, der Körper wird ausgezehrt. Es kommt zum Kreislaufzusammenbruch. Bereits bei niedriger Dosierung (5 bis 10 mg)
* werden Herzschlag und Atemfrequenz erhöht
* der Konsument wird appetitlos
* der Mund trocken. Bei höherer Dosierung (10 bis 20 mg)
* verstärken sich die Symptome
* dazu können Übelkeit und Kopfschmerzen kommen. Bei noch höheren Dosierungen kommt es
* zu Kreislaufversagen
* tiefer Bewusstlosigkeit
* Tod durch Überdosierung.

Der intravenöse Konsum gilt als besonders gefährlich. Die Wirkung von Speed dauert sehr lange – meist mehr als 8 Stunden. Dies ist häufig ein Grund für Jugendliche, von Ecstasy auf Speed zu wechseln.

Verwendung als Rauschmittel

Körperlich
*Pupillen weiten sich (erst bei höherer Dosis)
*trockener Mund (bei höherer Dosis)
*Abschwellen der Schleimhäute
*Weitung der Bronchien
*Verengung der Gefäße
*Erhöhter Herzschlag bis Tachykardie (je nach Dosis)
*Zittern (bei höherer Dosis)
*Muskeltonus erhöht sich um eine schnellere Kontraktion des Muskels zu ermöglichen
*Nystagmus und Bruxismus (Augenzittern und Kieferzittern bei höherer Dosis)
Psychisch
*erhöhtes Selbstbewusstsein bis hin zur Euphorie
*erhöhtes Konzentrationsvermögen (bei höheren Dosis: Fahrigkeit und Unruhe)
*erhöhte Risikobereitschaft
*Narzissmus
*Nervosität (bei hoher Dosierung)
*gesteigertes Mitteilungsbedürfnis und Redefluss (Laberflash/Logorrhoe)
*Rush-Effekt, die Umgebung bewegt sich schneller (durch Noradrenalin)
*Größenwahn
*Schlafstörungen

Verwendung als Medikament

Körperlich
*Abschwellen der Schleimhäute
*Weitung der Bronchien
*Verengung der Gefäße
*Erhöhter Herzschlag (je nach Dosis)
*Muskeltonus erhöht sich (um eine schnellere Kontraktion des Muskels zu ermöglichen)
Psychisch
*erhöhtes Konzentrationsvermögen
*Schlafstörungen

Die oben genannten Effekte können unterschiedlich stark auftreten, da der Wirkstoff je nach Darreichungsform unterschiedlich schnell im Darm resorbiert wird.

Chronischer Abusus

Körperlich
*Gewichtsverlust
*Potenzstörungen (bei langer hoher Dosierung)
*Nierenschäden (bei langer hoher Dosierung)
Psychisch
*Auslösung einer latenten Psychose (Amphetamin-Psychose), die meist nach Tagen abklingt
*Schlafstörungen
*Paranoide Wahnvorstellungen (nach langer hoher Dosierung)
*Psychische Abhängigkeit (nach langer Verwendung)

Leichtsinnige Mischung
Drogenmischkonsum erhöht das gesundheitliche Risiko und das Risiko von Zwischenfällen mit tödlichem Ausgang. Amphetamin wird häufiger als jedes andere Mittel mit anderen Drogen kombiniert. Mit der Kombination von Amphetaminen und Beruhigungsmitteln (Barbituraten) wird ein besonders intensiver Rausch gesucht. Dieser Rausch kann aber unberechenbar und unkontrollierbar sein. Der gleichzeitige Gebrauch von Alkohol und Speed kann ebenfalls zu einem schweren Rausch führen. Es besteht die Gefahr der Selbstüberschätzung und des Leichtsinns zum Beispiel beim Autofahren. Weitere Folgen: Völliger Kontrollverlust und Geistesabwesenheit.
Gesundheitsschäden auf lange Sicht
Bei Speedkonsum werden die natürlichen Leistungsgrenzen hinausgeschoben, Warnsignale
wie Ermüdung und Erschöpfung nicht mehr wahrgenommen.
Die Folgen:
* totale Erschöpfung
* Schlafstörungen
* Depressionen.
Dies wiederum kann zu der vermehrten Einnahme von Speed führen. Außer körperlichen
Nebenwirkungen wie
* Herz- und Gliederschmerzen
* Leberschäden
* Kreislaufproblemen
* Auszehrung und Krampfanfällen können bei starkem Dauerkonsum psychische Veränderungen auftreten: Es kommt zu
* Stimmungsschwankungen
* starken Halluzinationen
* Angstzuständen
* Verfolgungswahn
* Selbstmordgedanken.
Speedkonsum kann psychische Krankheiten zum Ausbruch bringen. Depressive Zustände nach häufigem Speedkonsum können Selbstmordgedanken auslösen. Bei starkem und häufigen Speedkonsum wird die Menstruation bei Mädchen und Frauen gestört und setzt eventuell ganz aus. Besonders gefährdet sind außerdem Menschen mit Herzrhythmus- oder Leberfunktionsstörungen, Zuckerkrankheit, Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck oder erhöhtem Augeninnendruck.
Vom Missbrauch zur Abhängigkeit
Amphetamine machen schnell seelisch abhängig. Es ist anzunehmen, dass es auch zu einer körperlichen Abhängigkeit kommt. Um immer wieder die gleiche Wirkung zu erleben, muss die Dosis immer weiter gesteigert werden, bis zu Mengen, die für Erstkonsumenten bereits tödlich sein können. Um schlafen zu können, werden dann Beruhigungsmittel genommen. Ein Teufelskreis. Der Schlaf-Wach-Rhythmus gerät völlig aus dem Takt. Körper und Geist geraten unter einen Dauerstress, dem der Konsument schließlich nicht mehr gewachsen ist.
Der Entzug
Die körperlichen Abstinenzerscheinungen nach Entzug von Amphetamin sind schwächer als bei Opiatentzug. Dennoch ist der Entzug nicht einfach: Die Merkmale einer akuten Geisteskrankheit klingen spätestens nach einigen Wochen ab. Niedergeschlagenheit, Depressionen, allgemeine Schlappheit und ein enormes Schlafbedürfnis sind typisch. Dies kann zu einer erneuten Einnahme von Speed führen. Die Gefahr, rückfällig zu werden, ist groß.
Die Geschichte des Amphetamins
Nach der Laborentwicklung 1887 dauerte es noch über zwei Jahrzehnte, bis die psychische Wirkung des Amphetamins entdeckt wurde. In den 20er Jahren unseres Jahrhunderts galt Amphetamin als Wundermittel, das zu allerlei Behandlungen eingesetzt werden konnte. Es wurde bei Neurosen und Depressionen als Stimmungsaufheller, auch bei Alkoholismus

und Epilepsie, bei Fettleibigkeit als Appetitzügler verwendet. Nach dem Verbot von Kokain Ende der 20er Jahre wurde Amphetamin zur Ersatzdroge für Kokser. Im Zweiten Weltkrieg wurde Speed zur Aufputschdroge, die in großen Mengen in verschiedenen Armeen vor allem bei Fliegern eingesetzt wurde. Schließlich machte die Droge für Stunden hellwach und waghalsig. Noch in den 60er Jahren waren Amphetamine in der amerikanischen Armee üblich. Mit der Rock’n’Roll-Welle in den 50er Jahren wurden Amphetamine meist in Verbindung mit Alkohol populär, später dann als leistungssteigerndes Mittel bei Schülern und Studenten. Amphetamine gelten als Dopingmittel bei Ausdauersportlern wie Radfahrern und Langstreckenläufern, um jedes Gefühl von Müdigkeit zu unterdrücken und die körperlichen Reserven voll auszuschöpfen.

Paste

Amphetamin wird auf dem Schwarzmarkt teilweise auch als „Paste“ gehandelt. Die Substanz ist oft leicht feucht und klumpig und hat einen starken Amingeruch (ähnlich Fischen oder Geranienblättern). Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um die flüssige Amphetaminbase, gemischt mit Streckmitteln, woraus die beschriebene feuchte Suspension resultieren würde. Dafür, dass es sich um die Amphetaminbase handelt, spricht auch, dass Paste schnell die Wirkung verliert, was auf ein Verdunsten der Base zurückzuführen wäre, sowie der charakteristische Amingeruch. Ein Grund für den Verkauf als Paste kann darin liegen, dass die Herstellung einfacher und schneller durchzuführen ist, da ein Syntheseschritt (von der Base zum Salz) ausgelassen werden kann. Ein Nachteil liegt, wie erwähnt, im Wirkungsverlust. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede. Häufig stimmt es zwar, dass der Amingeruch von der Amphetaminbase kommt. Die Masse ist jedoch meist eine Mischung aus Base und Salz, wobei bei der Herstellung die Base häufig nicht komplett mit einer Säure zum Salz neutralisiert wird, da bei der Neutralisation nur bis zu einem bestimmten Punkt, an dem alle Amphetaminmoleküle mit einem Säureanion verbunden sind, Säure hinzugefügt werden darf. Dieser Punkt kann bei unsorgfältigem Arbeiten, was vor allem bei kleineren, weniger professionellen Synthesen der Fall ist, äußerst rasch überschritten werden. Dies wirkt sich negativ auf das Endprodukt aus. Denn sobald eine größere molare Menge Säure als Amphetamin-Base vorhanden ist, sinkt der pH-Wert der Lösung, die sich bei nasalem Konsum in der Nasenschleimhaut bildet, rapide ab. Allgemein wird dies als äußerst ätzend und beißend scharf empfunden. Es kann teilweise auch zur Schädigung der Nasenschleimhaut beitragen.

Recht
Amphetamine und Methamphetamine fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und sind verschreibungs- und rezeptpflichtig.

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