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Handyabhängigkeit

Handyabhängigkeit

Mobiltelefonieren – ein Problem?

Nach einer aktuellen Umfrage von Lloyds TSB fühlen sich zwei Drittel aller Handybesitzer unwohl, wenn sie ihr Mobiltelefon zu Hause vergessen. Drei Prozent werden nach eigenen Angaben gar ängstlich oder panisch. Ähnlich groß ist auch die Abhängigkeit vom Internet - über 70 Prozent drehen nach eigenen Angaben durch, wenn sie nicht jeden Tag ihre E-Mails checken können. Psychotherapeuten bezeichnen das Phänomen das 'Mobile and Internet Dependency Syndrome' (MAIDS). 

Beratungsstellen seien zunehmend mit dem krankhaften Gebrauch von Handys konfrontiert, berichtete auch Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer. Was bedeutet in diesem Zusammenhang "krankhaft"? Hellmut Koch dazu: "Sucht besteht dann, wenn Leute von ihren Handys nicht mehr lassen können, geradezu zwanghaft mehr als 100 SMS-Kurznachrichten pro Tag verschicken – und hinterher mit immensen Telefonrechnungen konfrontiert sind, die sie nicht mehr zahlen können."  

Handys sind für junge Leute keine "Ersatzdroge", die anstelle des Rauchens getreten ist. Das sagen finnische Wissenschaftler nach einer Studie an rund 9.000 Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die sie im "British Medical Journal" (Ausg. 326, S. 161) vorstellen. Gerade die Jugendlichen, die ihre Handys exzessiv nutzten, rauchten auch am meisten, fanden Leena Koivusilta von der Universität Turku und ihre Kollegen in ihrer statistischen Analyse heraus. Das widerspricht der These britischer Wissenschaftler, die hinter dem Rückgang des Zigarettenkonsums bei jungen Leuten die zunehmende Nutzung von Handys vermuten. Viele Jugendliche griffen jetzt nicht mehr zur Zigarette sondern zum Handy, um ihren Status und ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu demonstrieren, hatten Anne Charlton von der Universität in Manchester und ihre Kollegen argumentiert.

Schon am 26. Oktober 2001 stellte ein Bericht in der 'Ärzte-Zeitung' fest: "Wir können ohne unser Handy nicht leben!"

Die Verbraucherorganisation Codacons wollte wissen, wie Italiener reagieren, wenn sie plötzlich kein Handy mehr haben. 300 Freiwillige in Ischia machten mit und gaben ihr Gerät für zwei Wochen ab. Schon zwei bis drei Tage später hatten manche die ersten Entzugssymptome gespürt. Nach 15 Tagen gaben sieben von zehn an, sie könnten ohne Handy nicht leben. 25 Prozent berichteten von einem Verlust an Selbstvertrauen, weil sie sich von einem wichtigen Kommunikationsgerät abgeschnitten fühlten. 48 der 300 Probanden hatten die Lust auf Sex verloren. Einige verspürten keinen Appetit mehr oder waren depressiv geworden. Nur 30 Prozent gaben an, keinen Effekt gemerkt zu haben.

 

Unter dem Titel: „Handysucht bei Italiens Abgeordneten diagnostiziert“ schreibt 2004 silicon.de : „Im italienischen Parlament wird offenbar zuviel mit dem Handy telefoniert, deshalb gibt es jetzt ein neues Verfahren, das dies verhindern soll. Parlamentspräsident Pier F. Casini hat jetzt die Lautsprecher unter den Abgeordnetensitzen so anbringen und einstellen lassen, dass allein die Lautstärke ein heimliches Telefonieren während der Parlamentssitzungen unterbinden soll. Wie das italienische Magazin L'Espresso berichtet, ist je eine Box unter jeder Abgeordnetenbank angebracht worden. Eine Lautstärke, die zehnmal höher als normal die Reden und Anordnungen wiedergibt soll dafür sorgen, dass die bislang massenhaft telefonierenden Angeordneten sich zur Ordnung gerufen fühlen und dem Geschehen im Parlamentssaal wieder ohne Störung folgen müssen. Ein Handygespräch sei bei dieser Lautstärke unmöglich, so hofft Casini. Er soll bereits seit Monaten nach Wegen gesucht haben, die Telefoniererei der Abgeordneten zu unterbinden.“
Wie viele Menschen telefonieren mit einem Handy?

Von den rund acht Millionen Österreichern sind etwa 6 Millionen Mobilfunkkunden. Sie haben mehr als acht Millionen SIM-Karten, d.h. es gibt viele die zwei und mehr Handys besitzen. Jährlich werden in Österreich drei Millionen neue Handys gekauft – das Handy wurde zum Wegwerfartikel.
Warum telefonieren Menschen überhaupt mit dem Handy? 

 

Das wird durch unterschiedliche Prozesse motiviert, die auf verschiedenen Stufen der Auseinandersetzung mit dieser Frage angesiedelt werden können.

Man kann folgende Stadien unterscheiden:
1.Eingangsphase und Experimentierstadium
2.Gewöhnungsphase und Abhängigkeit

 
Eingangsphase und Experimentierstadium bei Jugendlichen

Die Beweggründe mit dem Handytelefonieren zu beginnen, müssen stark sein, denn der finanzielle Aufwand und die drohenden Gesundheitsgefahren werden in Kauf genommen. Ein Grund, weshalb viele Jugendliche das alles auf sich nehmen, ist das attraktive, soziale Image in manchen Kreisen, welches genährt wird von Verhaltensmodellen und suggestiver Handywerbung. 

In jungen Jahren stellen die Eltern die wichtigsten Verhaltensmodelle dar, indem sie fortfahren mit dem Handy zu telefonieren, obwohl sie um dessen Schädlichkeit wissen. In der Pubertät werden Verhaltensweisen übernommen, die den Weg zur Erwachsenenrolle markieren, einschliesslich rauchen und Alkohol Konsum. In dieser Zeit sind aber vor allem auch die Peers wichtige Verhaltensmodelle. Explizite soziale Erwartungen können übermittelt werden, indem die Mitglieder einer Bezugsgruppe zum Ausdruck bringen, dass Handytelefonieren zur Gruppennorm gehört. Es gibt auch „imaginäre Bezugsgruppen“, die sich jemand nur vorstellt und die ihn bei vielen Gedanken und Handlungen begleiten.  

Die Aufnahme von Risikoverhaltensweisen enthält mehrere Facetten, von denen das attraktive soziale Image, das Bedürfnis nach Autonomie sowie das Nachgeben gegenüber sozialen Erwartungen die hervorstechendsten sind. Weiter ist zu bedenken, dass die Entwicklungsstufe mit der Exploration von neuen Gelegenheiten verbunden ist und dass es in der Natur des heranwachsenden Menschen liegt, möglichst viel Neues auszuprobieren.

Die Auseinandersetzung mit Risikoverhaltensweisen bildet einen Bestandteil der Sozialisation im Jugendalter. Unter erschwerten Entwicklungsbedingungen muss mit einer erhöhten Inzidenzrate auch des Handytelefonierens gerechnet werden. Zu solchen Bedingungen gehören ein eingeschränktes soziales Milieu, kritische Lebensereignisse, Alltagsstress, schlechte Schulleistungen und überhaupt eine mangelhafte subjektive Befindlichkeit. Jugendliche in stressreichen Lebenslagen erwarten Erleichterung vom Handytelefonieren und versuchen, ihre Belastung durch den Griff zum Handy zu bewältigen. Die Kausalkette dürfte etwa so aussehen, dass Stress bzw. erschwerte Entwicklungsbedingungen auf die Wahrscheinlichkeit einwirken dem Gruppendruck zu erliegen. Im Zustand der Belastung wird der Jugendliche empfänglicher gegenüber sozialen Einflüssen, d.h. er bringt weniger Widerstand gegenüber Konformitätsdruck auf. Es sei an dieser Stelle aber darauf hingewiesen, dass soziale Bezugsgruppen notwendige Sozialisationsbedingungen darstellen und eine Quelle von Informationen und Werthaltungen sind, die auch positive Wirkungen ausüben können.

 
Gewöhnungsphase und Abhängigkeit

Die Beweggründe des Handytelefonierens ändern sich in der Gewöhnungsphase. Die früheren Motive wie z.B. das attraktive soziale Image und der Konformitätsdruck verlieren etwas an Bedeutung zugunsten anderer Faktoren, in erster Linie der psychischen Abhängigkeit. Warum können Menschen nicht aufhören mit einem Handy zu telefonieren? Die Hauptursache des Handytelefonierens könnte in Gefühlszuständen gesehen werden. In der Anfangsphase mag Handytelefonieren z.B. durch das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und sozialer Anerkennung motiviert sein. Es führt in solchen Situationen zur Verringerung von sozialer Angst. Das liefert jedoch nicht eine umfassende Erklärung des Phänomens auf allen Stufen des Abhängigkeitsprozesses und in allen Situationen. 

 
Wer gilt als vom Handy abhängig ?

Inzwischen steht fest: Das Handy macht abhängig! Doch ist deswegen nicht jeder der Handys verwendet automatisch als abhängig zu bezeichnen. Schätzungen hierzu sind nur ungenau, man geht aber davon aus, dass mindestens jeder vierte Handyuser, vielleicht sogar drei von vieren abhängig sind! Doch was macht die Handyabhängigkeit aus?

Im medizinischen Sinne gilt als handyabhängig, wer:

· einen starken Wunsch oder eine Art Zwang verspürt mit dem Handy zu telefonieren

· nicht abstinent leben kann

· Entzugserscheinungen entwickelt, wenn das Handytelefonieren eingeschränkt oder aufgegeben wird

· schon erfolglos versucht hat, das Handytelefonieren aufzugeben

· weiter mit dem Handy telefoniert, obwohl bereits schädliche Folgen aufgetreten sind

 
Mobilfunk gefährdet Ihre Gesundheit!

Die Ärzteinitiative Bamberger Appell stellt in einem Brief vom 7.Februar 2006 an den zuständigen Minister Dr.Schnappauf (Bayern) dazu fest:

*„Die gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Felder (von Mobilfunksendeanlagen, schnurlosen DECT-Telefonen, WLAN u.a.) führen weit unterhalb der gültigen Grenzwerte zu einem neuen, vielschichtigen Krankheitsbild mit charakteristischer Symptomenkombination.

Die Menschen leiden an einem, mehreren oder vielen der folgenden Symptome: 

*Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Benommenheit, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, depressive Stimmung, Antriebslosigkeit, Angststörungen, Panikattacken (nachts, auf Autobahnen, in Tunnels), Brennen innerlich, inneres Zittern, Ohrgeräusche, Hörverlust, Hörsturz, Geräusche im Kopf, Schwindel, Nasenbluten, Sehstörungen, Augenentzündungen, Augenschwellungen, Hautveränderungen (Rötungen, Pigmentierung, Gesichtsblässe, Ringe unter den Augen), Brennen oder Kribbeln der Haut, Juckreiz, häufige Infekte, Nebenhöhlenentzündungen, Gelenk- und Gliederschmerzen, Nerven- und Weichteilschmerzen, Taubheitsgefühl, Koordinationsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Blutdruckerhöhung (anfallweise oder dauerhaft), Schilddrüsenprobleme, Haarausfall, Hormonstörungen, Appetitlosigkeit oder ständiges Hungergefühl, Übelkeit, Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme, Frösteln, nächtliches Schwitzen, häufiges nächtliches Wasserlassen, Zähneknirschen.

*Schon ab 10 µW/m² erkranken Menschen ( bei UMTS schon ab 0,1 µW/m²)

*Die Symptome treten in zeitlichem und räumlichem Zusammenhang mit der Exposition auf .

*Viele Betroffene waren vorher beschwerdefrei.

*Häufig erkranken etliche Anwohner nach Inbetriebnahme eines Senders (es variiert nur der Zeitpunkt des Auftretens von Symptomen: sofort, nach Tagen, Wochen oder Monaten; dies ist abhängig von der individuellen Konstitution, von bestehenden Grunderkrankungen, von der Aufenthaltsdauer im belasteten Wohnraum, von dem Frequenzbereich, von der Feldstärke, vom Frequenzgemisch aus verschiedenen Richtungen, vom gleichzeitigen Vorhandensein von Rundfunk- und Fernsehsendern.)

*Es handelt sich keineswegs nur um subjektive Befindlichkeitsstörungen. Durch fachärztliche Untersuchungen waren Herzrhythmusstörungen, extreme Blutdruckschwankungen, EEG-Veränderungen, cerebrale Durchblutungsstörungen, Hörsturz, Visusverlust, Hormonstörungen, Konzentrationsveränderungen von Neurotransmittern, Konzentrationsveränderungen verschiedener Blutparameter, kognitive Störungen u.a. objektiv nachgewiesen worden. Veränderungen im Gesicht, an der Haut und am Haupthaar waren für den Arzt sichtbar. Die Ärzte hatten jedoch in den ersten Jahren nach Hochfrequenzexposition keine pathologischen Organbefunde erheben können, die diese Symptome hätten erklären können.

*Die symptomatische, medikamentöse Therapie (Betablocker, Schlafmittel, Schmerzmittel, Psychopharmaka, Antirheumatika, Antihypertensiva, Augentropfen) hilft nur mangelhaft.
Apotheker stellen fest, dass diese Medikamente gehäuft rund um Standorte verordnet werden.

*Zischende Geräusche oder Brummen im Kopf, Ohrgeräusche, Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen, Augenschwellungen, Brennen der Haut, Unruhe, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, Konzentrationsstörungen, chronische Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Antriebslosigkeit, Zähneknirschen, nächtliches Schwitzen und Haarausfall sind meist nicht therapierbar.

*Häufig erkranken gleichzeitig auch Tiere und Pflanzen.

*An manchen Standorten kommt es zu technischen Störungen (Autoelektronik, Garagenöffner, Telefon, Fernsehapparat, Aufzug )

*Es konnte kein zeitlicher Zusammenhang mit maßgeblichen Veränderungen in den Häusern (neuer Bodenbelag, neue Sofamöbel, neue Farben, Gebrauch von Insektiziden) hergestellt werden.
Die Entstehung der Symptome durch außergewöhnlichen beruflichen oder sozialen Stress konnte meist ausgeschlossen werden. Jedoch kommt es häufig in der Folge von Hochfrequenzbelastung am Arbeitsplatz und zu Hause zu extremem täglichen Stress.

*Ein großer Teil der Symptome verschwindet nach Beendigung der Exposition (Ortswechsel vorübergehend oder dauerhaft, Entfernung DECT-Telefon, Entfernung WLAN-Zugang, Abschirmung), wenn diese noch nicht zu organischen Schäden geführt hat. Die Zeitspanne bis zum Verschwinden variiert individuell und ist abhängig von der Dauer der stattgefundenen Hochfrequenzexposition. Viele Betroffene haben Zuflucht gesucht bei Verwandten und Bekannten, in Ferienwohnungen und Pensionen, im Keller oder im Wald. Viele sind umgezogen, wenn sie es finanziell ermöglichen konnten.“

 

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